Magazin Einachser & Mähraupen

Landschaftspflege :

Einachsschlepper und Mähraupen sind für neue Aufgaben gerüstet

Das Angebot an ferngesteuerten Mähraupen für die Landschaftspflege wird immer breiter. Die Maschinen werden stärker, vielseitiger und komfortabler, wie unsere Marktübersicht zeigt. Neuheiten gibt es aber auch bei den klassischen Einachsern.

Landschaftspflege: Einachsschlepper und Mähraupen sind für neue Aufgaben gerüstet

Der E-Trail von Berti hier mit dem neuen Mulchkopf, den Wilmers Kommunaltechnik jetzt anbietet.

Der Trend zu den ferngesteuerten Mähgeräten ist weiterhin unverändert, was die Absatzzahlen der letzten Jahre bestätigen. Allerdings wird es auch in Zukunft Einsatzgebiete geben, in denen der handgeführte Motormäher unverzichtbar ist.

Die Zielgruppen hier sind mittlerweile nicht mehr nur die Kommunen selbst, sondern auch immer mehr Dienstleistungsunternehmen, welche im Auftrag der Kommunen die Mäharbeiten verrichten. Daher gehen Branchenvertreter davon aus, dass der Markt weiter wachsen wird. Im Folgenden haben wir aktuelle Modelle und Entwicklungen für Sie zusammengestellt.

Mähen in beide Richtungen

Agria hat die Mähraupe 9500 weiterentwickelt. Sie basiert auf dem Konzept der Maschinen vom Typ Agria 9600. Der ferngesteuerte Kompaktmäher arbeitet mit speziell geformten Sichelmulchmessern. Bei einer Arbeitsbreite von 70 cm, einer sehr flachen Bauweise und Zero-Turn soll die Maschine wendig und somit auch in beengten Verhältnissen flexibel einsetzbar sein. Das Elektro-Hybrid Antriebskonzept, das Raupenfahrwerk sowie die ausbalancierte Gewichtsverteilung sollen einen problemlosen Einsatz an steilen Hängen garantieren. Das Mulchergebnis soll sowohl bei Vorwärts- als auch bei Rückwärtsfahrt identisch sein, so der Hersteller.

Angeboten werden zwei Ausführungen der Agria 9500. Den Einstieg bildet eine Basic-Ausführung mit 13 PS und 1-Zylinder-Motor. Die stärkere Premium-Ausführung arbeitet mit einem professionellen 2-Zylinder-Motor mit einer Leistung von 16 PS. Das Wechsel-Tank-System sowie eine elektrische Schnitthöhenverstellung sind serienmäßig bei der Premium-Variante vorhanden.

Die Firma Telsnig Forst- und Gartentechnik mit der Marke „Herkules Motorgeräte“ hat seit 2018 den Raupengestrüppmäher Raptor im Programm. Die ferngesteuerte Maschine hat einen tiefen Schwerpunkt. Das Raupenfahrwerk mit Elektro-Hybridantrieb ist für den Einsatz auch in schwierigem Gelände konzipiert und soll zudem den Boden schonen. Böschungen bis 50° und 120 % Steigung z.B. an Straßenböschungen sind für ihn laut Herstellerangaben problemlos zu meistern.

Dank der Fernsteuerung kann er bis zu 500 Meter weit manövriert werden. Er wendet dabei auf der Stelle. Die Schnitthöhe ist von 35 bis 130 mm einstellbar.

Der Herkules Raptor von Telsnig Forst- und Gartentechnik fährt Böschungen bis 50° Neigungen hoch.

Der Herkules Raptor von Telsnig Forst- und Gartentechnik fährt Böschungen bis 50° Neigungen hoch.

Die Mähraupe 9500 von Agria gibt es mit 13 und 16 PS.

Die Mähraupe 9500 von Agria gibt es mit 13 und 16 PS.

Spurverbreiterung bis 185 cm

Die Firma Bergmann Maschinenbau aus dem emsländischen Meppen hat den Bergmann Geräteträger RCC 600 vorgestellt. RCC steht für „Remote-Crawler-Carrier“.

Entwickelt wurde der Geräteträger gemeinsam und auf Initiative von Menke Konstruktion, die ihre Kenntnisse im Bereich der fernbedienbaren Raupenfahrzeuge mit eingebracht haben. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird die Menke Konstruktion exklusiv den nationalen und internationalen Vertrieb des Geräteträgers (zum Beispiel als Mäh- oder Forstraupe MR400 und MR600) im Bereich der Landschaftspflege übernehmen, während Bergmann Maschinenbau sich auf spezielle Anwendungen im Bereich der Bauwirtschaft wie Fräsen, Rammen und Räumen konzentrieren wird.

Der Geräteträger mit Raupenfahrwerk besitzt kompakte Maße von etwas über einem Meter Höhe, eine Länge von ca. zwei Metern sowie dank hydraulischer Spurverbreiterung eine Breite zwischen 1,35 und 1,85 Metern. Das Doppelrad-Kettenführungssystem mit hydraulischer Kettenspannung soll dazu beitragen, das Abspringen der Kette zu verhindern. Extreme Seitenlagen sollen so ohne Probleme gemeistert werden können.

Den hydrostatischen Fahrantrieb sowie alle Arbeitsfunktionen übernimmt ein neuartiges Load-Sensing-System mit einer Pumpe. Wie bei dieser Auslegung bekannt, lassen sich hierdurch Volumenstrom und Druck bedarfsgerecht regeln.

Die stufenlos verstellbare Geschwindigkeit reicht von 0 bis 8,5 km/h und lässt mit dem Raupenfahrwerk eine Seiten- und Steigfähigkeit von bis zu 55 Grad zu.

Die Steuerungs-Software der Fernbedienung wurde im Hause Bergmann Maschinenbau entwickelt und programmiert. Umkehrlüfter sollen den kontinuierlichen Einsatz im Funkbetrieb möglich machen und die Kühlflächen selbstständig reinigen. Der RCC 600 ist unter anderem einsetzbar für Funktionen in vielen Branchen wie Kehren, Fräsen, Rammen, Räumen und Grünflächen- und Forstbearbeitung.

Beim Remote-Crawler-Carrier (RCC) von Menke wurde die Steuerungs-Software der Fernbedienung im Hause Bergmann Maschinenbau entwickelt und programmiert.

Beim Remote-Crawler-Carrier (RCC) von Menke wurde die Steuerungs-Software der Fernbedienung im Hause Bergmann Maschinenbau entwickelt und programmiert.

Der LV 400 PRO von MDB bietet 40 PS bei 950 kg Gesamtgewicht.

Der LV 400 PRO von MDB bietet 40 PS bei 950 kg Gesamtgewicht.

40 PS Funkraupe wendiger und leichter

Der Landschaftspflege-Spezialist Vogt präsentiert ein weiteres neues Modell der MDB Funkraupen. Mit der neuen LV 400 PRO wurde ein vergleichsweise leichter Geräteträger mit beachtlicher Leistungsstärke entwickelt.

Das Vorgängermodell LV 400 basierte bislang auf der gleichen Konstruktion wie die LV 500 mit 50 PS und war damit für viele Einsatzbereiche einfach zu groß dimensioniert und zu schwer. Nun wurde die 40 PS Version komplett überarbeitet: „Die neue LV400 PRO verbindet die Wendigkeit und Flexibilität der LV 300 PRO (30 PS Dieselmotor) mit der Robustheit und Power unserer 50- und 60 PS Raupen“, erläutert Wolfgang Vogt, Geschäftsführer der Vogt GmbH.

Dazu wurde das Fahrwerk aus Hardox-Stahl zusätzlich verstärkt, um auch harten Beanspruchungen standzuhalten. Außerdem wurde das gesamte Design modernisiert und das High-Power Hydrauliksystem mit noch effizienteren Hydraulikpumpen ausgestattet.

Dennoch wiegt die komplette Einheit nur knapp 950 Kilogramm und ist äußerst kompakt, dies wirkt sich besonders auf schwer befahrbarem Untergrund (geringer Bodendruck) und in engen, schwer zugänglichen Bereichen vorteilhaft aus.  

Wie alle MDB Funkraupen kann auch dieser Typ extreme Steillagen bis 60 Grad Hangneigung gefahrlos bewältigen, durch das Low-Center Fahrwerk (Schwerpunkt bei nur 470 mm) und der integrierten Fahrwerksverstellung von 1170 – 1570 mm Spurbreite kann der MDB Geräteträger nicht kippen und bewegt sich ruhig und stabil am Hang.

Der durchzugsstarke, wassergekühlte Yanmar-Dieselmotor wird dank eines Clean-Fix Umkehrlüfters auch bei hohen Temperaturen oder starken Verschmutzungen ausreichend gekühlt. Die patentierte MDB-Motorschmierung ermöglicht einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb, ohne den Motor bei Arbeiten in Hanglagen zu schädigen.

Über die Quick-Release Schnellwechselaufnahme können auch an der LV 400 PRO über 25 verschiedene Anbaugeräte (Mulcher, Gestrüppmulcher, Mähwerke, Stubbenfräsen, Holzhacker etc.) angebaut werden. Insgesamt 800 mm Seitenverschiebung (400 mm hydraulisch + 400 mm mechanisch verschiebbar) ermöglichen flexible Arbeitseinsätze, auch wenn es mal eng wird.

Der McConnel Robocut RC75 hat 75 PS.

Der McConnel Robocut RC75 hat 75 PS.

Der Spider 2SGS kann unter den Modulen von Freiflächen-Solaranlagen mähen.

Der Spider 2SGS kann unter den Modulen von Freiflächen-Solaranlagen mähen.

Speziell für Solarparks

Der ferngesteuerte Spider 2SGS des tschechischen Herstellers Dvorak ist speziell für die Instandhaltung der Rasenflächen rund um Photovoltaik (PV)-Paneele der Solarparkanlagen konzipiert worden. Die Technik des Spider 2SGS wurde von seinem Bruder ILD02 adaptiert und übernommen. Er wurde mit einer neuen Generation von Hydraulikmotoren ausgestattet. Eine Besonderheit des 2SGS ist die niedrige Gesamthöhe für die Pflege des Rasens unter den PV-Modulen.

Der Spider 2SGS besitzt ein Prüfzertifikat darüber, dass er keine Gegenstände aus dem Mähwerk hinausschleudert. Diese könnten eventuell PV-Module beschädigen.

Mähraupe mit Hybridantrieb

Für professionelle Mäharbeiten bringt der Arealmaschinenhersteller Kersten aus Rees eine neue Generation einer funkferngesteuerten Mähraupe auf den europäischen Markt. Hierbei handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung. Sie arbeitet mit Hybridantrieb: Der Verbrennungsmotor mit 23 PS treibt hierbei nur den Generator (16 kW) an. Der produzierte Strom wird sowohl zum Betrieb der Elektromotoren genutzt als auch in ein Akkupaket als Puffer gespeist.

Der Vorteil dieser Neuentwicklung: Sämtliche Verbraucher sind elektrisch betrieben, auch das Mähwerk. Das Sichelmähwerk besitzt zwei Spindeln mit je zwei schweren fliegenden Messern. Dank des Akkus werden Leistungsschwankungen der Verbraucher und die überschüssige Energie des Generators aufgefangen. Der Verbrennungsmotor läuft im „optimalen Betrieb“, schont den Motor und verbraucht nur wenig Benzin, verspricht der Anbieter.

Die Fernsteuerung beinhaltet Bedienfunktionen wie zum Beispiel einen Tempomaten, um die Geschwindigkeit an die Bedingungen anzupassen. Weil man in beide Fahrtrichtungen arbeiten kann, soll eine sehr hohe Flächenleistung erzielt werden können. Es ist kein Wendemanöver nötig, was vor allem bei Arbeiten an Hanglagen Zeit spart. Die Maschine hat eine Hangtauglichkeit bis 50 Grad (120 %).

Sämtliche Funktionen, wie Vor- und Rückwärtsfahrt, Lenkbewegung, Geschwindigkeit und sogar die Schnitthöhe werden über die Fernsteuerung bedient, was eine deutliche Steigerung des Arbeitsschutzes bedeutet und gleichzeitig den Bedienkomfort fördert. Das Gerät wird erstmals auf der Demopark 2019 in Eisenach präsentiert.

Auch an Hängen bis 55 Grad

Die neue Mähraupen-Generation der Serie Robocut von McConnel soll noch geländegängiger sein als bisher. Die beiden ferngesteuerten Mähgeräte Robocut RC56 und Robocut RC75 sind die bislang leistungsstärksten Modelle, die McConnel auf den Markt gebracht hat. Laut Anbieter Dabekausen sollen sie Hänge bis 55 Grad bewältigen. Wesentliche Kennzeichen der beiden neuen Modelle sind die höhere Motorleistung, ein neues Steuersystem für höhere Sicherheit, effizientere Kontrolle und größere Flächenleistung, konstruktive Merkmale sowie das grundlegend überarbeitete, neue Design.

Die beiden neuen Motorvarianten mit 56 beziehungsweise 75 PS wurden in Zusammenarbeit mit der Hatz GmbH entwickelt. Sie zeichnen sich durch bis zu 75 Prozent höhere Leistung und ihr Leistungsgewicht aus. Der Kraftstoffverbrauch wurde laut Hersteller um 20 Prozent verringert und soll im Zusammenspiel mit einer Verdopplung des Tankvolumens bis zu acht Stunden Betriebszeit pro Tankfüllung möglich machen.

Außerdem besitzen sie ein neu konstruiertes Fahrwerk, einen niedrigen Schwerpunkt und voll integrierte zweifache Überroll-Schutzbügel. Dazu kommt ein programmierbares Schwimmsystem für Anbaugeräte, die StaySafe Steuerung der Schlegelkopfhaube für die Mahd entlang von Straßenrändern, das digitale, an Bord des Robocut aktivierbare Display zur individuellen Einstellung, die schlüssellose Starttechnologie als Sicherheits-Plus, Fahrlicht auch bei Tag zur verbesserten visuellen Orientierung aus der Distanz, Hochleistungs-LED als Arbeitslampen sowie vier integrierte LED-Rundumleuchten mit voreingestellten und ECE-kompatiblen Leuchtfolgen.

Erstmals sind Robocut-Modelle mit einer GPS-basierten Autosteer Funktion verfügbar. Das System wurde in Zusammenarbeit mit Trimble entwickelt und soll einen Betrieb mit einer Genauigkeit bis auf 2,5 cm in bis zu 150 Metern Entfernung möglich machen.

Neben den weiterhin verfügbaren und beliebten Schlegelköpfen für den Einsatz auf Gras, im Forst oder zum Mulchen mit einer Arbeitsbreite von 1,3 Metern können an den neuen Modellen dank der höheren Motorleistung jetzt auch Schlegelköpfe von 1,6 oder sogar 1,9 Metern Arbeitsbreite genutzt werden.

Neue Anbaugeräte

Wilmers Kommunaltechnik hat seit kurzem einen neuen Gestrüppkopf für den Berti E-Trail im Programm. Der neue Typ nennt sich ET-FM 130 und besitzt einen offenen Rotor mit schwingenden Werkzeugen. Die Arbeitsbreite beträgt 130 cm. Das komplette Gehäuse ist gefertigt aus Hardox, die hydraulische Fronthaube ist, wie bei allen Anbaumulchern für den E-Trail, serienmäßig.

Der ET-FM verarbeitet Material bis zu einer Stärke von 10 cm. Er rundet somit die Palette der Anbaumulcher ab. Jetzt kann Wilmers Hammerschlegel, schwingende Werkzeuge und feste Werkzeuge anbieten. Als Besonderheit bleibt weiterhin, dass alle Rotorwellen im vorhandenen Gehäuse getauscht werden können.

Einachser mit mehr Sicherheit und Komfort

Der Zweiradtraktor „Taurus“ von Köppl basiert auf der DIN-EN 709 und erfüllt laut Hersteller alle Sicherheitskriterien der neuen Norm DIN 12733. Wird z.B. während der Fahrt der Kupplungshebel losgelassen, z.B. wenn der Bediener stolpert oder stürzt, bleibt die Maschine sofort stehen, während der Motor weiterläuft. Bis der Bediener wieder einkuppelt, hat sich die Hydraulik automatisch in die Nullposition zurückversetzt und kann in dieser Position wieder angefahren werden. Am Taurus zusätzlich montierte Sicherheitsventile sollen das Wegrollen der Maschine am Hang verhindern.

Weitere Besonderheiten des Geräteträgers:

Die Holmneigung ist werkzeuglos mit Schnellverschluss einstell- und um 180° schwenkbar. Zusätzlich kann der Holm um 20° im Frontanbau und um 30° im Heckanbau nach links und rechts eingerastet werden, so dass der Bediener bequem neben der Maschine hergehen kann.

Der Taurus verfügt über zwei Lenkarten: eine Holm- und eine Grifflenkung (jederzeit umschaltbar), so dass der Bediener für jeden Anwendungsfall einfach manövrieren kann. Mit der elektronisch gesteuerten Turnaround-Aktivlenkung soll beim Wenden durch den gegenläufigen Antrieb der Radmotoren der Boden geschont werden.

Anbaugeräte können bequem per Joystick vom Holm aus gesteuert werden, wie z.B. die Tiefenregulierung bei angebauter Bodenfräse oder, bei Schneefräsen, die Drehung des Kamins sowie die Stellung der Auswurfklappe.

Zwei Zapfwellengeschwindigkeiten 837 U/min und 581 U/min (ECO) ermöglichen entsprechende Einsatzgeschwindigkeiten für verschiedene Anbaugeräte. Die neue Eco-Funktion ermöglicht es, mit gesenkter Motordrehzahl zu arbeiten.

Serienmäßig ist der Zweirad-Traktor mit dem Köppl Easy-Drive ausgestattet. Neuartig ist die Bedienung über einen Fingerjoystick am Führungsholm mit dem bequem (sowohl vorwärts als auch rückwärts) die Schwerpunktverlagerung der Anbaugeräte während der Fahrt gesteuert werden kann.

Des Weiteren hat der Taurus ein Power-Shuttle für schnelle Fahrtrichtungswechsel. Der Geschwindigkeitsbereich (Arbeitsgerät vorne, Motor hinten) liegt vorwärts bei 0 bis 8 km/h und rückwärts bei 0 bis 4 km/h.

Der Einachstraktor Taurus von Köppl besitzt eine neu gestaltete Totmannschaltung.

Der Einachstraktor Taurus von Köppl besitzt eine neu gestaltete Totmannschaltung.

Kersten Comfort Drive Kopie: Kersten will die Bedienung von Einachsern beim „Comfort Drive“ mithilfe von Tasten statt Hebeln intuitiver machen.

Kersten Comfort Drive Kopie: Kersten will die Bedienung von Einachsern beim „Comfort Drive“ mithilfe von Tasten statt Hebeln intuitiver machen.

Mehr Komfort bei der Bedienung

Kersten will seine Geräte jetzt intuitiv bedienbar machen. Bislang werden am Bedienpult über verschiedene mechanische Hebel die Fahrgeschwindigkeit und Fahrtrichtung gesteuert. Eine neuartige elektronische Einhand-Steuerung mit dem Namen „Comfort Drive“ übernimmt jetzt diese Funktionen. Angebracht am Lenker unterhalb des Handgriffs, können über verschiedene Tasten alle Fahrfunktionen bedient werden. Dadurch sei die Handhabung des Einachsers nicht nur einfacher, sondern auch sicherer, denn der Bediener müsse jetzt nicht mehr gleichzeitig die Fahrstrecke und das Bedienpult im Blick haben und könne bei veränderten Bedingungen reagieren, so der Hersteller. Alle Einachser der Typen Hydro, Master und Alpin, aber auch ältere Maschinen können mit dem Steuergerät ausgestattet bzw. nachgerüstet werden. Das Gerät wird erstmals auf der Demopark 2019 in Eisenach präsentiert.

Nachfolger für den „Euro“

Der Schweizer Hersteller Rapid stellt die Produktion des Einachsers „Euro“ ein. Ab 1993 wurden insgesamt über 7000 Maschinen produziert. Viele von diesen werden laut Hersteller in ganz Europa von Landwirtschaftsbetrieben, Kommunal- wie Gartenbaubetrieben zum Mähen, Mulchen, Schnee räumen oder Boden bearbeiten eingesetzt. Die letzte Maschine ging Ende Oktober 2018 über ins Rapid Museum in Schöftland, womit auch dieses Modell als Museumsstück weiterlebt.

Die Maschinen werden jetzt zum Teil ersetzt durch den neuen Rapid Varea mit 23 PS. Im Vergleich zum Modell „Euro“ hat der „Varea“ eine Holmseitenverstellung und –drehung sowie eine umschaltbare aktive Handhebel- oder Holmlenkung eingebaut. Die in der Rapid eigens entwickelte Doppelhydraulik-Pumpe soll auch Zero-Turn-Wendemanöver möglich machen. Es stehen die Ausführungen als M- oder S-Modell zur Verfügung. Das S-Modell kann zusätzlich zum M-Modell den Holm drehen und seine Fahrcharakteristik ist auf die persönlichen Bedürfnisse des Bedieners einstellbar. Die Varea-Modelle sind mit schweren Anbaugeräten für den kommunalen Bereich, Landwirtschaft und GaLaBau konzipiert.

Die neuen Rapid Varea-Modelle mit 23 PS sind ab April 2019 lieferbereit. Dazu steht ein breites Sortiment von Anbaugeräten zur Verfügung.

Der RM22 von Reform hier mit Stachelwalzenrädern bei der Mäharbeit am Hang.

Der RM22 von Reform hier mit Stachelwalzenrädern bei der Mäharbeit am Hang.

Den Varea gibt es schon mit 14 PS Leistung (im Bild der S161 mit Umkehrfräse).

Den Varea gibt es schon mit 14 PS Leistung (im Bild der S161 mit Umkehrfräse).

Mit 23 PS am Hang

Mit dem neuen Modell Motech RM22 bringt Reform einen Nachfolger für den RM20 auf den Markt. Das große Anbaugeräteprogramm lässt den Einachser laut Hersteller zum Allrounder werden. Mit dem Motech RM22 können Anwender im kommunalen Bereich, in der Arealpflege sowie im Galabau, aber auch Landwirte arbeiten. Auch der RM22 setzt, wie die kleineren Geräte RM16 und RM18, auf die mittlerweile sehr bewährte DualDrive-Steuerung.

Der universell einsetzbare Einachser mit stufenlosem Fahrantrieb hat kompakte Abmessungen und ein geringes Leistungsgewicht. Die Maschine besitzt serienmäßig eine geringe Spurbreite für schmale Anbaugeräte. Optional lässt sich eine Spurverbreiterung oder auch eine Breitspurachse für schwieriges Gelände anbauen. Zudem gibt es ein umfangreiches Bereifungsprogramm.

Angetrieben wird die Maschine von einem 2-Zylindermotor von Briggs & Stratton mit 17kW / 23 PS und serienmäßigem Elektrostarter. Der kompakte RM22 besitzt die intuitive Vorschubsteuerung „DualDrive“ für mehr Bedienkomfort. Sie ist mit zwei getrennten Bedieneinheiten ausgestattet: Am linken Holm wird die Fahrtrichtung definiert und am rechten Holm bestimmt der Bediener die optimale Geschwindigkeit. Zusätzlich gibt es die Powershuttle-Funktion, mit der sich während der Fahrt die Richtung ändern lässt. Die eingestellte Geschwindigkeit wird dabei gespeichert.

Mithilfe der optionalen Zusatzhydraulik am Motech RM22 sollen sich komfortabel und ohne Anstrengung der Schmutzsammelbehälter der Kehrmaschine ausleeren, die Bearbeitungshöhe der Kreiselegge sowie des Schlegelmulchers verstellen oder das Pflugschar im Winterdienst anpassen lassen. Über einen Minijoystick können zwei doppelwirkende Steuergeräte angesteuert werden. Die Bedienung befindet sich dabei am Holm.


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