Magazin Wirtschaft

Innung für Land- und Baumaschinentechnik Westmünsterland :

„Ihre Arbeitskraft stellt ein Kapital von fast zwei Millionen Euro dar!“

Die Innung Westmünsterland im Kreis Borken und Coesfeld hat 42 neue Land- und Baumaschinenmechatroniker in Ahaus freigesprochen. Kreishandwerksmeister Günther Kremer fand in seiner Rede einen Vergleich zwischen der Gesellenprüfung und einem Börsengang.

Innung für Land- und Baumaschinentechnik Westmünsterland: „Ihre Arbeitskraft stellt ein Kapital von fast zwei Millionen Euro dar!“

Glückliche und erleichterte Gesichter: 42 Gesellen freuten sich über die Freisprechung der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Westmünsterland in Ahaus.

Mit rund 200 Gästen fand die diesjährige Lossprechungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Westmünsterland im Kreis Borken und Coesfeld statt. Stefan Ester, Obermeister der Innung, freute sich, 42 neue Land- und Baumaschinenmechatroniker im offiziellen Rahmen freizusprechen. Er betonte, dass das Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk ein Vorreiter in Sachen Innovation sei und daher zu den ersten zähle, die unter anderem die Digitalisierung in die Praxis umsetzte. Die große Bandbreite der Ausbildung führte dazu, dass die Fachkräfte als Generalisten in vielen Branchen gefragt seien und gute Berufschancen hätten. Kreishandwerksmeister Günther Kremer gratulierte den Absolventen mit einem interessanten Vergleich: „Die erfolgreiche Gesellenprüfung ist ein Börsengang. Sie haben durch diesen Börsengang ein riesengroßes Kapital geschaffen. Ihre Arbeitskraft stellt ein Kapital von fast zwei Millionen Euro dar, gerechnet auf ca. 40 Berufsjahre.“

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, beglückwünschte ebenfalls die Absolventen. In seiner Rede sagte er: „Die Zukunft des Handwerks sitzt heute vor mir: Hervorragend ausgebildete junge Menschen mit gefragten Fachkenntnissen. Und engagierte Ausbilder, die jungen Menschen eine gute berufliche Perspektive eröffnen.“ Mit Blick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel betonte der Minister den hohen Stellenwert der Dualen Ausbildung: „Arbeitgeber suchen heute durchschnittlich 170 Tage nach einem Landmaschinenmechatroniker. Da ist es nur vernünftig, dass mit 85 Prozent die große Mehrheit der Betriebe hier bei der Innung Ausbildungsbetriebe sind. Wer ausbildet, gibt nicht nur jungen Menschen eine berufliche Chance. Er sichert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Betriebes.“

Die Gesellenbriefe und Zeugnisse überreichte Klaus Hülsken, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Jahrgangsbester ist Jens Kahler aus Ahaus, angestellt bei der Firma Staplertechnik Münsterland GmbH in Legden. Den zweiten Platz erzielte Johannes Niehuis aus Vreden, ausgebildet bei Josef Greving e.K., Ahaus-Wüllen, und den dritten Platz machte Patrick Hying aus Südlohn im Ausbildungsbetrieb Schmeing Landtechnik GmbH in Südlohn.


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